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Emile M Tubiana

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Der Segen
By Emile M Tubiana
Thursday, August 16, 2007

Rated "G" by the Author.

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Der Segen means the blessing,Translated by the author from the French Original into German and English


Der Segen

Es war einmal, in einem kleinen Dorf, ein Vater mit zehn Kindern. Er war arm aber ehrlich. Um seine Familie zu ernähren eilte er jeden Morgen, auch wenn der Himmel noch dunkel war, auf den Dorfplatz, wo ein Café war, und suchte Arbeit.

Jeder im Dorf kannte ihn als den Mann der dauernd hin und her lief und nach Leuten Ausschau hielt, die Hilfe mit irgendeiner Arbeit brauchten. Die Dorfbewohner sahen den Mann immer am Rennen, an sonnigen Tagen und unter schüttendem Regen. Das Dorf war zwar klein, aber viele Bewohner waren reich. Der arme Mann konnte keine Dauerstellung finden, aber er gab nie seine Hoffnung auf, eines Tages Arbeit zu finden.

Irgenwie hat er es zustande gebracht, mit seiner Familie zu überleben. Er lief unaufhörlich zwischen den Tischen umher, die den ganzen Platz vor dem Café einnahmen, in der Hoffnung jemanden zu finden, der seine Hilfe gebrauchen könnte.

Er sah arme und reiche Dorfbewohner an den Tischen sitzen und ihren Morgenkaffee genießen. Manche unterhielten sich und andere spielten Karten. Wenn er bei den Reichen vorbeiging lachten sie über ihn, aber sie gaben ihm etwas zu tun. Er lehnte keine Arbeit ab, sei es den Wagen zu waschen, den Bürgersteig zu fegen, den Stall zu säubern oder die Pferde zu füttern.

Eines Tages saß der reichste Mann im Dorf allein an seinem Tisch, wie gewöhnlich und versuchte seinen Mitbürgern zu imponieren dadurch, dass er den Mann zu sich rief und seinen Beutel weit öffnete, damit jeder sehen konnte, wie reich er war. Plötzlich erschien ein freundlicher, fein gekleideter Mann und fragte den Reichen, ob er sich neben ihn setzen dürfe. Dieser hieß ihn mit einer einladenden Geste willkommen und bot dem Fremden, den er noch nie gesehen hatte, den leeren Stuhl an, indem er sagte:

"Bitte nehmen Sie Platz." Dann stellte er sich dem Gast vor. Dieser hinwieder, stellte sich mit diesen Worten vor:

"Main Namen ist Segen". Der Reiche gab dem Namen keine weitere Bedeutung, da er von dem eleganten und kultivierten Aussehen des Mannes sehr beeindruckt war. In der Zwischenzeit stand der Arme daneben und wartete darauf, daß ihn der Reiche irgendwie ansprechen möge. Voller Hochmut nahm der Reich eine Goldmünze aus seinem Beutel und reichte sie dem Armen. Dieser nahm sie entgegen und rannte nach Hause. Der Reiche war froh einen Genossen zu haben, mit dem er sich über den Armen lustig machen konnte. So sagte er denn zu dem Gast:

"Sehen Sie, dieser arme Mann sucht dauernd Arbeit, aber da es mir mein Reichtum erlaubt, amüsiert es mich, ihm jeden Tag eine Münze zu geben. Wenn Sie morgen wieder hier sind, werden Sie ihn zur gleichen Stunde wiedersehen. Dies ist mein Stammtisch, keiner wagt es, ihn mir streitig zu machen. Sie werden mich hier finden. Der Gast erwiderte:

"Seit wann geben Sie diesem Mann jeden Tag eine Münze?" Der Reiche sagte voller Arroganz:

"Ich bin sehr reich und habe ihm seit drei Monaten täglich eine Münze gegeben. Am nächsten Tag, zur gleichen Stunde saßen der Reiche und sein Gast an der gleichen Stelle, als der Arme erschien und sagte:

"Wer kann meine Hilfe gebrauchen, ich suche Arbeit". Der Reiche stand auf, um wieder seine Großzügigkeit zur Schau zu tragen, als ihn der Gast freundlich unterbrach und sagte:

"Sie sagten, daß Sie ihm während der letzten drei Monate fast täglich geholfen haben. Wie lange noch soll dieser arme Mann von ihrer Gutmütigkeit abhängig sein, um zu überleben? Sein Gesichtsausdruck zeigt kein Glück, er sieht vielmehr traurig aus." Der Reiche dachte, daß der Gast ebenfalls seine Großzügigkeit zeigen wollte und so sagte er ihm:

"In Ordnung, geben Sie ihm auch etwas, wenn Sie wollen." Der Gast nahm ein Stück Papier, schrieb etwas darauf und sagte dem Armen:

"Hier ist die Anschrift eines Herren, der jemanden sucht, der sein Haus anstreichen kann." Dann fügte er hinzu: "Wenn Sie diese Arbeit gut ausführen, wird er ihnen helfen, weitere Arbeit zu finden." Der Arme ergriff das Stück Papier aus der Hand des Herrn Segen und rannte schnell zu seiner neuen Arbeit. Um eine lange Geschichte kurz zumachen, er fand das Haus an der Adresse, die auf dem Stück Papier stand, und klopfte an die Tür. Einige Minuten später öffnete sich die Tür und ein alter Mann erschien. Er fragte den armen Mann mit einer liebenswürdigen Stimme über den Anlaß seines Besuches. Der Arme antwortete dankbar:

"Man schickte mich her, um das Haus anzustreichen, bin ich an der richtigen Stelle? Der Hausbesitzer begrüßte ihn mit Wärme und einem freundlichen Lächeln, bat ihn einzutreten und sagte:

"Ich bin so froh, daß ich endlich jemanden gefunden habe, der mein Haus anstreichen kann." Dann zeigte ihm der Besitzer das Haus und alle Zimmer die gemalt werden mußten. Das Haus war sehr geräumig, es sah riesig aus und brauchte viel Arbeit. Der alte Mann wollte den Armen nicht entmutigen und fragte ihn:

"Ich hoffe, daß diese Arbeit nicht zu groß für Sie ist. Das letzte Mal wenn dieses Haus angestrichen wurde war vor fünfzehn Jahren. Es waren zehn Männer und sie schafften die Arbeit in zwei Monaten." Der Arme, der sein Glück verbergen wollte, sagte dem Besitzer:

"Machen Sie sich keine Sorgen, wenn nötig kann ich so viele Leute wie ich brauche bringen, um die Arbeit pünktlich auszuführen"

Der alte Mann war froh zu hören, daß sein Auftrag pünktlich durchgeführt werden würde, das heißt in zwei Monaten. Eigentlich hatte der Anstrich seines Hauses das vorige Mal drei Monate gedauert, aber er hatte das dem Armen verschwiegen, um ihn nicht zu entmutigen.

Am nächsten Tag saßen Herr Segen und der Reiche zur gleichen Zeit im Café am Dorfsplatz und sahen den Armen zu seiner neuen Arbeit eilen. Der Reiche stand auf um den Armen zu rufen, aber dieser reagierte nicht auf den Zuruf des Reichen. Herr Segen lächelte ohne ein Wort zu sagen. Der Reiche verstand den Wink nicht.

Ein Jahr darauf, als der Reiche wie gewöhnlich an der gleichen Stelle saß, erschien wieder Herr Segen. Er erkundigte sich nach seinem Wohlbefinden und nach dem Schicksal des Armen. Der Reiche antwortete nicht, aber er lud ihn ein, sich zu ihm zu setzen. Die beiden Männer genossen ihren Kaffee ohne ein Wort zu sagen. Kurz darauf sahen sie den armen Mann, gut angezogen, an einem anderen Tisch sitzen. Er wartete darauf, zu sehen, ob jemand Arbeit suchte.

Was war passiert? Als er seine erste Arbeit beended hatte, begann er in anderen Häusern zu arbeiten, dank der Hilfe des alten Herrn, der ihn seinen zahlreichen Freunden empfahl. Der arme Mann war ein guter Unternehmer geworden und viele Aufträge warteten auf ihn. Er beschäftigte viele Leute aus seinem Dorf und aus der Umgebung. Er verdiente seinen Lebensunterhalt mit Ehren und brauchte die Hilfe des Reichen nicht mehr.

Als ihn Herr Segen sah, rief er ihn und fragte ihn, wie es ihm ging. Der ehemalige Arme sagte:

"Gott sei Dank, mir geht es gut." Dann verabschiedete er sich.

"Viel Glück! Sie brauchen jetzt keine andere Hilfe, Sie haben den ‘Segen’ mit Ihnen"

Nachdem sich der Mann entfernt hatte, fragte der Reiche Herrn Segen:

"Was ist mit ihm geschehen?"

"Er wurde Unternehmer und ist jetzt selbstständig."

"Sie haben ihm sicherlich das Startkapital gegeben!" Herr Segen antwortete:

"Nein, ich gab ihm viel mehr als das." Der Reiche rief:

"Aha, ich wußte, daß Sie ihm etwas zum starten gegeben haben mußten!" Herr Segen erwiderte:

"Ja, ich gab ihm zwei Dinge: ich gab ihm ein Stück Papier mit Anweisungen, wo er Arbeit findet und ich gab ihm meinen Segen."

"Ist das alles?" fragte der Reiche. "Ich gab ihm jeden Tag eine Münze, drei Monate lang". Herr Segen sagte gelassen:

"Aber ihre Münzen haben keinen glücklichen Menschen aus ihm gemacht, sie haben ihn nur in seinem Elend am Leben gehalten"
  


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Reviewed by Peter Schlosser 11/10/2009
Diese Geschichte finde ich einfach hervorragend. Und die Botschaft eben rechtzeitig angekommen. Wer zu viel von Almosen abhaengig wird, wird sich nie richtig als selbststaendiger Mensch entfalten wie bei der heutigen Herangehensweise der Politiker. Aber wenn jemand sein Handwerk einlernen und ausbauen kann, dann entwickelt er seine Kuenste und wird zum gluecklichen, sich selbst verwirklichten Mensch. Diese Erzaehlung war wirklich ja ein "Segen." Schoen und ruehrend geschrieben. Alles Gute und bis bald!


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