KEIN AUGE DER WEISHEIT GLEICHT
Den edlen Sieg wird der erringen,
der weiß des Wissens Schwert zu schwingen;
kann mit dem Blitz der Wahrheit wettern
und starre Finsternis zerschmettern,
auf daß des Scharfsinns grelle Licht
hell macht der Einfalt trüb’ Gesicht;
– denn stumpf im eignen Schattenreich
der Ungelehrte strauchelt gleich.
Es wird jedoch weit edler sein
der Weisheit linden Flammenschein,
Glanz der Erkenntnis, zu verbreiten;
–Verwirrte an der Hand zu leiten.
Auch eitle selbstgerechte Narren,
die da in Furcht und Hochmut harren
und alles besser wissen; – all deren
dürftige Seelen sollt’ man klären.
Seligen Geistes sind’s, deren Gemüt
reich in himmlischer Weisheit blüht.
Sittsam logisch werden sie eben
in Liebe und reiner Wahrheit leben,
sprudelnd voll von der Lebenskraft.
Weh dem der arm ist im Geist! Er schafft
es nicht; – zu erlangen das Licht.
Er schlottert in Not, kennt die Fülle nicht
Nicht im Weltall, noch auf Erden
kann ein Schrecken ärger werden
als die Furcht, die liebelos und kalt
um die Bewußtseinsarmen wallt.
Höchstes Glück dem Mensch gewährt
die Weisheit. Kein besserer Gefährt’
hilft ihm als Wissen. Kein Retter wacht;
– alleine nur des Geistes Macht.
Den höchsten Sieg ein Held erringt,
wenn er dem Geiste Freiheit bringt
von trügerisch unechten Lehren;
loskettet die in Knechtschaft zehren,
in Furcht vorm Götterzorn gelähmt.
Geistig frei, des Menschen Wille zähmt
die Rache, so auch Gier und Neid,
und treibt sie aus für alle Zeit.
So kann auch mit geheilten Sinnen
der Mensch Gerechtigkeit gewinnen;
Frieden für alle, wenn auf Erden
Haß und Tück’ geächtet werden.
Wahre Freiheit kann er dann finden,
fern von Intrigen und der blinden
Verehrung von Fahnen und Schwüren,
von bösen Dogmen die irreführen.
© Dietmar Rothe, 2004
Die Poesie wurde begeistert durch die weisen Lehren Jmmanuels (Jesus), so wie sie im Talmud Jmmanuel niedergeschrieben sind. [TJ26:27,28]:
Es gibt kein Auge das der Weisheit gleich käme, keine Finsternis, die der Unwissenheit gleich käme, keine Gewalt, die der Kraft des Geistes gleich käme und keinen Schrecken, der der Bewußtseinsarmut gleich käme.
Es gibt kein höheres Glück als die Weisheit, und keinen besseren Freund als das Wissen, und keinen anderen Retter als die Kraft des Geistes.
Die Verse wurden weiterhin beeinflußt durch ein Zitat von J. W. von Goethe:
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.
So auch von F. Schillers Verszeile:
Höhern Sieg hat der errungen, der der Wahrheit Blitz geschwungen, der die Geister selbst befreit...
Das Gedicht wird hier frei dargeboten mit herzlichen Wünschen an alle, die auf ihrer persönlichen Wallfahrt nach der Suche um geistiges Wissen und Werte und um die Bedeutung des Lebens sind. Es kann freimütig kopiert und weitergegeben werden. Das abdrucken für verkäufliche Schriften erfordert schriftliche Genehmigung vom Autoren.
Weisheit
Bliss, Peace and Health.
This is a very cerebrating poem of historic ontological and theological background... "Kein Auge der Weisheit gleicht" flows on a philosophical river on its way to the lake of awareness and freedom of thoughts.
I have enjoyed the reading of an edifying poem from the first to the last stanzas.
May the author of this poetic jewel enjoy a long healthy life through a blissful living!
In reverent appreciation,
Andre Emmanuel Bendavi ben-YEHU
Sorry, couldn't resist.
Wertvolle Erkenntnisse wirksam ausgedrueckt.
Bravo
Gina